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About

Photo by: Anatol Kotte

Künstlerin und Lyrikerin. Lebt und arbeitet in Hamburg.

Elena Raulf ist eine Minimalistin in Wort und Bild. Ihre Lyrik zeichnet sich durch eine radikale Reduktion aus, in Worte gefasst wird nur das Wesentliche. Ihr Sujet: die Gebiete der Seele.  Auch hier steht das Visuelle im Vordergrund: Sie beschreibt Bilder aus der inneren Welt. Allein was zählt ist die Wahrnehmung und Formulierung des Eigenen.

Ähnlich verhält es sich mit den Bildern von Elena Raulf. Auch hier strebt sie nach Einfachheit, nach einer auf das Wesentliche konzentrierten Bildsprache. Das Haus, dem Thema, dem sie sich hauptsächlich widmet, steht hier zuallererst als Metapher für Individualität und Identität. In ihren Bilderserien spiegelt sich darüber hinaus das Interesse an Architektur als kultureller und gesellschaftlicher Ausdruck wider, wie z. B. in der buildings II-Serie, die sich mit Kirchen der Nachkriegsmoderne beschäftigt.

Die Darstellungsweise der Gebäude mit Reduktion auf Fassade oder Form, herausgelöst aus dem urbanen Kontext und gleichsam im Raum schwebend, betont sowohl deren Vergänglichkeit als auch Einzigartigkeit – auch als ästhetisches Objekt.

Kunsthistorisch steht die Malerei von Elena Raulf in der Tradition des von Kasimir Malewitsch ausgehenden Konstruktivismus und Supremismus, der Konkreten Kunst als auch Hard-Egde-Malerei. In seinem 1927 veröffentlichten Manifest schreibt Malewitsch über seine berühmte Bilderserie „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“: „Das Quadrat verändert sich und bildet neue Formen.“